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Drei Jahre Rettungsbus der VWS Siegen

Bus kam sieben Mal zum Einsatz

Am 27. Juni ist es genau drei Jahre her, dass der heimische ÖPNV Dienstleister VWS Siegen, ein Unternehmen der WERNGROUP, mit dem Rettungsbus ein Pilotprojekt startete. Das Unternehmen schaffte seinerzeit einen 18 Meter langen Gelenkbus an, der in Kooperation mit kommunalen Trägern der Region Siegen-Wittgenstein sowie dem Führungsstab der Rettungsdienste zunächst für seinen speziellen Einsatz aufbereitet wurde. Neben einer aufwendigen reflektierenden Komplettbeklebung wurden dabei Blaulichter und ein Martinhorn verbaut. Das Fahrzeug dient den Einsatzkräften der Rettungsdienste im Ernstfall zur Evakuierung von größeren Personengruppen oder auch zur Beherbergung von Verletzten. Die Alarmierung des Rettungsbusses erfolgt zu jeder Zeit (24h) über die Kreisleitstelle der Feuerwehr Siegen oder Olpe. Um das Fahrzeug mit sechs Blaulichtern, zwei Frontlichtern und einem Martinssignal fahren zu dürfen, unterziehen sich die ausgewählten Busfahrer jährlich einer Unterweisungsschulung der Polizei im Umgang mit Sonderrechten. Der Bus wird auch im Linienverkehr eingesetzt und hierbei müssen die Blaulichter abgedeckt werden. Bisher musste das Fahrzeug bereits sieben Mal zu Einsätzen ausrücken, die jedoch nie während einer Linienfahrt stattfanden.

Knapp einen Monat nach der Anschaffung wurde der Rettungsbus von der Feuerwehr zu seinem ersten Einsatz gerufen, als ein Unwetter die Besucher des Panoramaparks in Kirchhundem überraschte. Die Rettungskräfte konnten die 50 gefährdeten Besucher schnell retten, so dass der Gelenkbus vor Ort nicht zum Einsatz kam. Besonders bewährt hat sich das Fahrzeug bei Unfällen. So konnten die Fahrgäste bei einem Zugunglück in Mudersbach in das Rettungsgefährt umsteigen und sicher nach Siegen gebracht werden. Auch nach einem Zusammenprall zwischen einem PKW und einem Linienbus in Buschhütten erfolgte die Alarmierung des Rettungsbusses. Zwei weitere Male wurde der Bus zu Bränden gerufen. Aufgrund eines nächtlichen Brandes in einem Mehrfamilienhaus in Neunkirchen waren 40 Bewohner vorübergehend wohnungslos. Dank des Spezialfahrzeugs konnten diese schnell in einem Bürgerhaus untergebracht werden. Darüber hinaus rückte der Bus nach einem Brand eines Siegener Lokales aus, um die Anwohner während der Löscharbeiten sicher zu beherbergen. Ebenfalls diente das Fahrzeug nach einem Sprengstofffund in einer Privatwohnung am Siegener Lindenberg als erste Anlaufstelle. Schließlich kam der Bus nach einem Bombenfund und zur Evakuierung eines Seniorenheims Am Rosterberg zum Einsatz. Während der Entschärfungsarbeiten wurden die Bewohner in der Siegerlandhalle untergebracht und anschließend wieder zurück befördert. „Wir freuen uns, dass wir mit der Bereitstellung des Busses einen wesentlichen Beitrag zur Erweiterung der Beförderungskapazitäten für die Rettungskräfte in unseren Kreisen leisten können“, freut sich Klaus-Dieter Wern, geschäftsführender Gesellschafter der VWS Siegen.