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Mit der VWS sicher durch alle Witterungen

Gerhard Bettermann, Betriebsleiter der VWS, blickt auf die Wintermonate zurück

Am 20. März beginnt der kalendarische Frühlingsanfang und für die Meteorologen ist bereits seit dem 1. März Frühling. Grund genug, mit Gerhard Bettermann, Betriebsleiter der VWS GmbH, einem Unternehmen der WERNGroup, über die Wintermonate zu sprechen.

Herr Bettermann, wie bereiten Sie sich auf die Wintermonate vor?
Gerhard Bettermann: Unsere Vorbereitungen für den Winter beginnen bereits im Herbst. Wie bei PKW gilt auch bei Bussen die Regel „Von Oktober bis Ostern!“. Das heißt, wir überprüfen im Herbst alle rund 1.600 Winterreifen unserer Busse und ersetzen sie bei Bedarf, so dass wirklich alle Fahrzeuge der VWS mit guten Winterreifen ausgestattet sind. Zusätzlich verfolgen wir in den Wintermonaten aufmerksam die Wettervorhersagen, um unsere Kunden frühzeitig über Ausfälle, Verspätungen und Einschränkungen zu informieren.

Wie informieren Sie Ihre Kunden?
Gerhard Bettermann: Wir stellen alle Verkehrseinschränkungen auf unserer Homepage online und berichten auf Facebook und Twitter über aktuelle Problemlagen. Zeitgleich gehen die Informationen an die Presse. Da wir auch viele ältere Fahrgäste haben, informieren wir selbstverständlich nicht nur über die Onlinemedien. Wir haben eine spezielle Servicetelefonnummer, an der unsere Mitarbeiter gerne Fragen beantworten.

Kommen wir nun zu den starken Schneefällen im Januar. Diese erforderten sicherlich einen hohen organisatorischen Aufwand. Gibt es einen Tag, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Gerhard Bettermann:
Ich kann mich sehr gut an zwei Tage erinnern. Am 12. Januar, einem Donnerstag, schneite es abends so stark, dass wir die Bergstrecken in Siegen, Weidenau und Geisweid nicht mehr befahren konnten. Der Schneefall hielt an, so dass wir am nächsten Morgen den Verkehr in Olpe und Wittgenstein komplett eingestellt haben. Auf einer Vielzahl an Buslinien im Kreisgebiet Siegen kam es bis nachmittags zu Einschränkungen und Verspätungen.

Wie waren die Straßenverhältnisse im Vergleich zu den Vorjahren?
Gerhard Bettermann:
Zunächst einmal ein großes Lob an die Räumdienste, die eine gute Arbeit leisteten. Dank ihnen gab es nur in wenigen Fällen Streckenabschnitte, die nicht angefahren werden konnten. Dennoch gab es im Vergleich zum Vorjahr an einigen Tagen schneebedeckte Straßen.

Die vielen Berge und die schneebedeckten Straßen im Siegerland machen Ihnen im Winter besonders zu schaffen. Wie bringen Sie Ihre Kunden trotz Schnee zum gewünschten Ziel?
Gerhard Bettermann:
Wenn man im Siegerland wohnt, muss man sich den Gegebenheiten anpassen. Wir sind immer bemüht, auch bei schwierigen Verkehrslagen den Verkehr aufrecht zu erhalten. Trotzdem gilt bei uns der Grundsatz „Sicherheit geht vor“. Das bedeutet, der Fahrer entscheidet, ob eine Strecke befahren werden kann oder nicht. Darüber hinaus sind bei schwierigen Wetterlagen erfahrene Verkehrsmeister im Verkehrsgebiet unterwegs, die insbesondere an Steigungs- und Gefällstrecken die Beschaffenheit der Fahrbahnen prüfen. Können wir eine Bergstrecke nicht befahren, versuchen unsere Busfahrer diese so zu umfahren, dass unsere Kunden möglichst nah an ihr Ziel kommen.

Könnten Sie das bitte näher erklären?
Gerhard Bettermann:
  Ja, sehr gerne. Unser Fahrgast möchte beispielsweise zum Jung-Stilling-Krankenhaus, aufgrund der Witterung können wir aber nicht über die Rosterstraße fahren. Die Linie C102 fährt dann über die Leimbachstraße bis zur Einmündung Wichernstraße, wo der Kunde aussteigen kann.

Gab es aufgrund des Wetters Unfälle?
Gerhard Bettermann:
Dank unserer erfahrenen und besonnenen Berufskraftfahrer gab es keine nennenswerten witterungsbedingten Unfälle, so dass auch in diesem Winter unsere verständnisvollen Kunden in den Bussen der VWS GmbH und deren Auftragsunternehmer sicher unterwegs waren. So gilt auch im Winter: Der Bus ist eines der sichersten Verkehrsmittel!

Vielen Dank für das Gespräch!